Warum Wasser aus Außenhähnen anders reagiert als aus Innenleitungen

Warum Wasser aus Außenhähnen anders reagiert als aus Innenleitungen

Die Unterschiede zwischen Außen- und Innenleitungen

Wasser aus Außenhähnen verhält sich in vielerlei Hinsicht anders als Wasser aus Innenleitungen. Dieser Unterschied wird oft unterschätzt, hat jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Wasserqualität und die Funktionsweise von Filtersystemen.

Im Gegensatz zu den Innenleitungen, die typischerweise insensibel gegenüber Umwelteinflüssen sind, sind Außenleitungen stark den Temperaturänderungen und den Witterungsbedingungen ausgesetzt. Dies führt zu Unterschieden in der Temperatur, dem Druck und der Dauer des Wasserwechsels, was die Wasserqualität erheblich beeinflussen kann.

Temperatur und Druck in Außenleitungen

Im Winter sind Außenleitungen oft kälter, was dazu führen kann, dass das Wasser in diesen Leitungen länger stehen bleibt, da die Fließgeschwindigkeit geringer ist. In den Sommermonaten kann sich das Wasser in den Außenleitungen erwärmen, wodurch sich die chemische Zusammensetzung und das Verhalten von Mikroorganismen verändern. Erwärmtes Wasser begünstigt die Entstehung von Biofilmen, da Mikroorganismen bei höheren Temperaturen schneller wachsen können.

Zusätzlich sorgt der geringere Druck an Außenhähnen dafür, dass Wasser langsamer fließt, was ebenfalls zur Verweilzeit beiträgt. Dies erhöht das Risiko der Leitungsbeeinflussung durch Materialmigrationen wie Kunststoffadditive oder Metalle.

Leitungswasserqualität bei Außeninstallationen

Außenleitungen sind häufig aus PVC, Metall oder älteren Materialien gebaut, die anfälliger für Materialmigration sind, was zu einer Veränderung der Wasserqualität führen kann. Im Gegensatz dazu sind Innenleitungen häufig isoliert und besser gewartet, wodurch sie weniger anfällig für Leckagen und Materialabgabe sind.

Außenhähne sind zudem oft weniger frequentiert, was dazu führt, dass Wasser länger in den Leitungen verbleibt und somit anfälliger für mikrobiologische Veränderungen wird. Dies kann zu einer höheren Konzentration von mikrobiellen Verunreinigungen führen, auch wenn die chemische Wasseranalyse keine Auffälligkeiten zeigt.

Einfluss von Rohrmaterialien und Installation auf die Wasserqualität

Die Rohrmaterialien und die Installation von Außenleitungen haben einen großen Einfluss auf die Wasserqualität. Während Innenleitungen in der Regel den neuesten Standards entsprechen, sind Außenleitungen häufig mit veralteten Materialien wie Blei oder Messing versehen, die gefährliche Stoffe ins Trinkwasser abgeben können. Besonders kritisch ist dies bei älteren Installationen, die noch aus bleihaltigen Materialien bestehen.

Was bedeutet das für die Filtration?

Da Außenleitungen dem Wetter und verschiedenen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, muss die Filtration anders konzipiert sein. Außenwasser kann durch die längere Verweildauer und die materialbedingte Migration von Stoffen eine höhere Filtrationsanforderung haben. In solchen Fällen sind moderne Filterlösungen erforderlich, die in der Lage sind, sowohl chemische Verunreinigungen als auch mikrobiologische Belastungen zu eliminieren.

Fazit

Wasser aus Außenhähnen verhält sich aufgrund der physikalischen und chemischen Einflüsse der Außeninstallation anders als Wasser aus Innenleitungen. Wer also auf eine konstante Wasserqualität setzt, sollte nicht nur auf die Herkunft des Wassers, sondern auch auf die Plumbing-Installation und die entsprechenden Filtertechnologien achten.

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