Kleinere Körper – größere Wirkung
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – ihr Körper arbeitet grundlegend anders. Durch höhere Atemfrequenz, schnelleren Stoffwechsel und unreife Organsysteme nehmen sie mehr Schadstoffe pro Kilogramm Körpergewicht auf.
Eine Studie aus dem Jahr 2023 (Environmental Research) zeigte, dass Säuglinge bis zu zehnmal mehr Mikroplastik aufnehmen als Erwachsene – hauptsächlich über Flaschenwasser, Säuglingsnahrung und Hausstaub.
Da ihre Entgiftungssysteme noch nicht vollständig entwickelt sind, verbleiben kunststoffbedingte Chemikalien wie BPA und Phthalate deutlich länger im Blutkreislauf und in Geweben.
Kritische Entwicklungsphasen
Mikroplastik und seine Zusatzstoffe wirken als endokrine Disruptoren und stören Hormone, die Wachstum und Gehirnentwicklung steuern.
Laut einer Studie in Frontiers in Endocrinology (2024) kann eine vor- oder frühkindliche Exposition gegenüber Mikroplastik das Schilddrüsengleichgewicht, die Reifung des Immunsystems und die neurokognitive Entwicklung beeinträchtigen.
Da Nanoplastikpartikel die Plazenta und die Blut-Hirn-Schranke überwinden können, birgt die Belastung während Schwangerschaft und früher Kindheit einzigartige Langzeitrisiken, die derzeit erst vollständig verstanden werden.
Schutz für die nächste Generation
Die besondere Anfälligkeit von Kindern erfordert Prävention an der Quelle – beginnend mit sauberem Wasser.
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Denn der Schutz der Kinder beginnt mit dem Schutz dessen, was sie trinken.
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